|
10 Stunden von Floyon / Frankreich
Am Samstag, den 12.04. und Sonntag, den 13.04.2008 hat das E.-ATV Team seinen nächsten internationalen Auftritt
Die starke internationale Besetzung dieses Rennens zum Saisonbeginn ist eine gute Möglichkeit zur Standortbestimmung unserer Fahrer. Wir berichten täglich nach den einzelnen Läufen.
14.04.2008
Ein frustriertes Team interviewt man besser erst 48 Stunden später!
Waren unsere Jungs bei der Ankunft in Floyon noch hochmotiviert, erhielten sie bei der Fahrerbesprechung schon den ersten Dämpfer. Den französischen Veranstalter interessierte es nicht die Bohne, daß die eingeladenen holländischen und deutschen Fahrer auch tatsächlich angetreten waren, die Fahrerbesprechung wurde in französisch gehalten, Übersetzungen gab es keine. So startete unser Team ohne Detailwissen über den genauen Ablauf ins Training. Prompt wurde unserem Fahrer Sebastian Lodder zum Ende des Trainings die Einfahrt in die Boxengasse zum Betanken für den Start zum ersten Lauf verwehrt. Das wäre nämlich nur bis 5 Minuten vor dem Trainingsende möglich gewesen - wenn man es gewußt hätte! So mußte Sebastian das Quad mit leerem Tank in den Parc ferme stellen und auch so als erster Fahrer des Teams an den Start gehen. Das hieß sofort nach dem Start (vom 13. Platz bei 54 Startern) langsam durch die Boxengasse fahren und Fahrer/Fahrzeugwechsel. Trotz dieses Mißgeschicks beendete man die ersten drei Stunden auf dem 12. (!!!) Platz.
Zum zweiten Durchgang über 4 Stunden startete Sebastian somit vom 12. Startplatz, wurde aber im dichten Staub von einem Konkurrenten so heftig gerammt, daß die Lenksäule an seiner 450er brach. Langsam gings zurück in die Boxengasse zum Fahrerwechsel. Oli Kraus, begeistert vom bärenstarken 450er Motor zog seine Runden und freundete sich dabei mehr und mehr mit der E.-ATV an, nicht aber so mit der kräfteraubenden Strecke. Er mußte mit nachlassenden Kräften, etwas früher als geplant, von der Strecke und wurde von Ralf Hoormann abgelöst. Doch auch der bekam sein Fett weg, schneller als im lieb war. Im dichten Staub war eine heftige Bodenwelle und ein noch kräftiger Schlag in den Rücken, dann war da nur noch Schmerz - vorzeitig runter von der Strecke, jetzt mußte Basti wieder ran. So verlor man in diesem zweiten Durchgang nicht nur ein Quad, sondern auch noch einen Fahrer und einige Plätze.
Da man so dezimiert und demotiviert keine Chance mehr auf ein Durchhalten über die ganze Distanz sah, entschied sich das Team zur Aufgabe.
Bleibt noch anzufügen, daß unsere Jungs wieder einmal zu spüren bekamen, daß man als ausländischer Fahrer in Frankreich nicht überall willkommen ist. Oder wie ist es zu erklären, daß bei einer international offenen Veranstaltung nur französisch gesprochen wird, daß jegliche Bitten um Übersetzungen, zumindest ins Englische, ignoriert werden, daß zur erfolgreichen Teilnahme wichtige und notwendige Informationen einzelnen Teilnehmern somit vorenthalten werden...
Wir sind noch weit weg von Europa !!!
|